Klabund
(* 1890-11-04, † 1928-08-14)
Bürgerlicher Name: Alfred Georg Hermann Henschke.
Pseudonyme: Jucundus Fröhlich und Pol Patt.
Geboren in Crossen an der Oder (Polen), gestorben in Davos (Schweiz).

Eine Liste der besten Gedichte von Klabund. Schöne & berühmte Gedichte sind durch 1-3 Sterne (*) hervorgehoben. Diese Klassifizierung beinhaltet natürlich ein subjektives Urteil.

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Einordnung

Klabund, eigentlich Alfred Henschke, wurde am 4. November 1890 in Crossen an der Oder geboren. Er war der Sohn des Apothekers Alfred Henschke und dessen Frau Antonia. Henschke wuchs in bürgerlichen Verhältnissen auf. Bereits als Jugendlicher erkrankte er an Tuberkulose, einer Krankheit, die sein weiteres Leben bestimmen sollte.
Nach dem Schulbesuch studierte er in München, Berlin und Lausanne unter anderem Germanistik und Philosophie. Früh fand er Anschluss an literarische Kreise, besonders an die Bohème in München. Dort lernte er Schriftsteller, Kabarettisten und Verleger kennen, die seine Entwicklung prägten (u.a. Frank Wedekind, Bertolt Brecht und Käthe Brodnitz). 1912 brach er das Studium ab und 1913 erschienen erste Gedichte, bald folgten Erzählungen, Romane, Dramen und Nachdichtungen.

Der Name „Klabund“, unter dem er berühmt wurde, ist ein selbstgewähltes Pseudonym; es klingt wie eine Mischung aus „Klabautermann“ und „Vagabund“ und verweist auf sein Selbstbild als unsteter, freier Dichter (beziehungsweise, in Anlehnung an Peter Hille, als vagabundierender Poet).

Den Ersten Weltkrieg begrüßte er anfangs begeistert, wie andere Schriftsteller auch, und verfasste eine Reihe patriotischer Soldatenlieder. Zum Militär wurde Klabund nicht eingezogen, da mittlerweile diagnostiziert worden war, dass beide Lungenflügel von Tuberkulose befallen waren. Im Laufe des Krieges wandelte sich Klabund zum Kriegsgegner. 1917 veröffentlichte er einen offenen Brief an Kaiser Wilhelm II., in dem er dessen Abdankung forderte. Beeinflusst wurde er in dieser Wandlung durch seine Geliebte Brunhilde Heberle (1896 – 1918), die er 1918 heiratete. Sie starb im selben Jahr nach einer Frühgeburt; das Kind starb vier Monate später.

Den kurzen Liebesroman "Marietta" (1920) widmete Klabund seiner Freundin und Muse Marietta di Monaco. Bei einer Theateraufführung im Juli 1924 in den Münchener Kammerspielen lernte er Carola Neher (eine berühmte Schauspielerin der Weimarer Republik) kennen. Voller Begeisterung schickte er ihr Blumen in die Garderobe und umwarb sie. Im Mai 1925 heirateten beide und führten eine turbulente Ehe mit häufigen Trennungen und Affären Nehers.

Klabund gehört zu den markanten literarischen Stimmen des frühen 20. Jahrhunderts und war ein außergewöhnlich produktiver Autor. Sein Werk verbindet Leichtigkeit, Ironie, Melancholie und eine oft spielerische Musikalität der Sprache. Er schrieb Lyrik, historische Romane wie „Bracke“, Theaterstücke und zahlreiche Bearbeitungen fernöstlicher Dichtung. Besonders bekannt wurde sein Drama „Der Kreidekreis“ von 1925, eine Nachdichtung eines chinesischen Stoffes. Dieses Stück hatte großen Erfolg auf europäischen Bühnen und beeinflusste später auch Bertolt Brecht, der mit „Der kaukasische Kreidekreis“ ein verwandtes Thema aufgriff.

Auf Grund seiner Tuberkulose verbrachte Klabund viel Zeit in Sanatorien, vor allem in der Schweiz. Trotz seiner Krankheit arbeitete er unermüdlich weiter. Im Mai 1928 erkrankte er bei einem Italienaufenthalt an einer Lungenentzündung, die zusammen mit seiner nie ausgeheilten Tuberkulose lebensbedrohlich wurde.
Zur Behandlung wurde er nach Davos gebracht, wo er am 14. August 1928 starb - nur 37 Jahre alt. Die Grabrede hielt sein Freund Gottfried Benn. Begraben wurde er in seiner Heimatstadt Crossen, die Grabstätte wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg zerstört.





Zur Übersicht der wichtigsten DichterInnen die in dieser Gedichtesammlung vertreten sind.

Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Sie sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.

Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Klabund. In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.