Ich geh - wohin?

Ich kam - woher?

Bin außen und inn′,

Bin voll und leer.

Geboren - wo?

Erkoren - wann?

Ich schlief im Stroh

Bei Weib und Mann.

Ich liebe dich,

Und liebst du mich?

Ich trübe dich,

Betrübst du mich?

Ich steh und fall,

Ich werde sein.

Ich bin ein All

Und bin allein.

Ich war. Ich bin.

Viel leicht. Viel schwer.

Ich geh - wohin?

Ich kam - woher?


Das Gedicht "Der arme Kaspar" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte