Gedicht des Lehrers

 

Natur! Natur! Du Götterwelt!

Wie bist du prächtig aufgestellt

Mit Bergen groß und Tälern klein,

Es hat wohl müssen also sein.

 

Und mittendrin in der Natur

Dehnt sich die grüne Wiesenflur,

Im Winter ist sie weiß beschneit,

So hat ein jedes seine Zeit.

 

Auch du, auch du, o Menschenkind,

Bedenke, wie die Zeit verrinnt.

Heut rauscht sie mächtig noch daher,

Und morgen sieht man sie nicht mehr.

 

Frisch auf, frisch auf, mit Hörnerklang

Durch das verschneite Tal entlang,

Die Glöckchen klingen am Geläut:

Gestern war gestern, morgen wird morgen sein, heute ist heut.


Das Gedicht "An die Natur" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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