Ich bin der Leierkastenmann

Und drehe meine Kurbel,

Tags steh ich in den Höfen rum

Mit meiner alten Urschel.

 

Ich spiel ein wunderschönes Lied,

Die Köchin schaut herunter.

Die alte Urschel ist bemüht

Und hält den Teller unter.

 

Da fällt ein Pfennig und ein Herz

Wohl in Papier gewickelt,

Jedoch der alte Rechnungsrat

Schenkt manchmal einen Nickel.

 

Ich bin der Leierkastenmann

Und dreh an meiner Kurbel.

Ich weiß noch, wie ich achtzehn war

Und siebzehn meine Urschel...


Das Gedicht "Der Leierkastenmann" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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