Hier ruht die Jungfrau Lisa Gütersloh,

Mein Gott, sie tat nur immer so.

In der letzten Nacht noch haben sie gesehn

Einen Schlächtergesellen auf ihr Zimmer gehn.

Doch auf dem Fuße folgte die Strafe diesem Graus:

Es war des Morgens um halb vier,

Da blies derselbe Schlächter ihr

Mit seinem Schlächtermesser

Das Lebenslämpchen aus.


Das Gedicht "Die Jungfrau" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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