Der Himmel ist heute ein dicker weißer Sack
Von Mehl oder Kleie.
Die Luft riecht nach Ammoniak,
Und es sieht aus, als ob es bald schneie.
Ich denke, daß an dem
Tage, der - vor einem Jahre - diesem heutigen
Tage voranging,
Ich zwei Marktweiber sah, welche Tandem
Fuhren, und einen Herrn, trotz des winterlichen
Wetters bekleidet mit Nanking.
Zum Zwecke eines tröstenden Blutgeschwüres
Kauf ich verschiedene Flaschen Schnäpse. Wo misch
Ich sie? Wo sauf ich sie? Oh, rühr es
Den Himmel doch, wie meine Seele heute traurig zugleich und komisch.
Das Gedicht "Komische Elegie" stammt von Klabund (1890 - 1928).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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