Einmal noch den Abend halten

Im versinkenden Gefühl!

Der Gestalten, der Gewalten

Sind zuviel.

 

Sie umbrausen den verwegnen Leuchter,

Der die Nacht erhellt.

Fiebriger und feuchter

Glänzt das Angesicht der Welt.

 

Erste Sterne, erste Tropfen regnen,

Immer süßer singt das Blatt am Baum.

Und die brüderlichen Blitze segnen

Blau wie Veilchen den erwachten Traum.


Der Text des Gedichts "Einmal noch den Abend halten" stammt von (* 1890-11-04, † 1928-08-14).




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