Brauner Äcker welliger Zug

 

Brauner Äcker welliger Zug,

Draus zweiarmig eine Mühle wächst.

Ein paar Pflaumenbäume, wahllos hingekleckst,

Ruhn auf eines Hügels schlankem Bug.

 

In der Ferne seh ich ein paar Föhren,

Stolzen Wuchses, mit Giraffenbeinen,

Und sie scheinen

Mir dem Fiskus zu gehören.

 

Gleich einem Zuge grau zerlumpter Strolche

 

Gleich einem Zuge grau zerlumpter Strolche

Bedrohlich schwankend wie betrunkne Särge

Gehn Abendwolken über jene Berge,

In ihren Lumpen blitzen rote Sonnendolche.

 

Da wächst, ein schwarzer Bauch, aus dem Gelände

Der Landgendarm, daß er der Ordnung sich beflisse,

Und scheucht mit einem bösen Schütteln seiner Hände

Die Abendwolkenstrolche fort ins Ungewisse.


Das Gedicht "Ironische Landschaften" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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