Nach dem Französischen

 

Was will das Proletariat?

Daß keiner zu herrschen hat!

Kein Herr soll befehlen,

Kein Knecht sei zu quälen,

Freiheit! Gleichheit! allen Seelen! Vorwärts, Brüder, zur Revolution!

Kaltes Blut, heißer Mut!

Vorwärts, es wird gehn,

Wenn wir getreu zusammenstehn.

 

Was will das Proletariat?

Sich endlich fressen satt.

Nicht mit knurrendem Magen

Für feiste Wänste sich schlagen,

Für sich selbst was wagen.

 

Was will das Proletariat?

Daß keiner mehr dien als Soldat.

Ewigen Frieden wollen wir

Und die Kugel dem Offizier.

Will leben. Bin Mensch. Kein Hundetier.

 

Was will das Proletariat?

Für den Bauern Acker und Saat.

Nicht Gutsherr noch Gendarm,

Die machen ihn ärmer als arm.

Land für alle! Alarm! Alarm!

 

Was will das Proletariat?

Weder Eigentum noch Staat!

Die Tyrannei zu Falle!

Die Erde für alle!

Den Himmel für alle!

Vorwärts, Brüder, zur Revolution!

Kaltes Blut, heißer Mut!

Vorwärts, es wird gehn,

Wenn wir getreu zusammenstehn.


Das Gedicht "Die Carmagnole (1792)" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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