Als Gott der Herr auf Erden ging,

Da freute sich ein jedes Ding;

Ein jedes Ding, ob groß, ob klein,

Es wollte doch gesegnet sein.

 

Die Kreatur in ihrer Not,

Der Mensch in Kümmernis und Tod,

Der breite Strom, das weite Land,

Sie fühlten Gottes Gnadenhand.

 

Es hört der Frosch zu quaken auf,

Der Hund hält inn in seinem Lauf,

Der Regen hätt geregnet nicht,

Bevor ihn Gott gesegnet nicht.

 

Der hohe Turm verneigte sich,

Die Antilope zeigte sich.

Und Efeulaub und Wiesengrün

Erkannten und lobpriesen ihn.

 

Von aller Art der Mensch allein

Geriet in Schand und Sündenpein.

Hätt er nicht Gott so oft verkannt,

Er ging noch heute durch das Land.

 

Hätt er nicht Gott so oft gesteint,

Wir wären noch mit ihm vereint.

Die Erde wär das Himmelreich

Und jeder Mensch ein Engel gleich.


Das Gedicht "Als Gott der Herr auf Erden ging" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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