Es braust ein Ruf wie Donnerhall,

Daß ich so traurig bin.

Und Friede, Friede überall,

Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

 

Kaiser Rotbart im Kyffhäuser saß

An der Wand entlang, an der Wand.

Wer nie sein Brot mit Tränen aß,

Bist du, mein Bayerland!

 

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Ich rate dir gut, mein Sohn!

Urahne, Großmutter, Mutter und Kind

Vom Roßbachbataillon.

 

O selig, o selig, ein Kind noch zu sein,

Von der Wiege bis zur Bahr′!

Mariechen saß auf einem Stein,

Sie kämmte ihr goldenes Haar.

 

Sie kämmt′s mit goldnem Kamme,

Wie Zieten aus dem Busch.

Sonne, du klagende Flamme:

Husch! Husch!

 

Der liebe Gott geht durch den Wald,

Von der Etsch bis an den Belt,

Daß lustig es zum Himmel schallt:

Fahr wohl, du schöne Welt!

 

Der schnellste Reiter ist der Tod,

Mit Juppheidi und Juppheida.

Stolz weht die Flagge Schwarzweißrot.

Hurra, Germania!


Das Gedicht "Deutsches Volkslied" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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