Es ist genug. Mein trübes Licht

Bereit′ sich zu erlöschen.

Ich hab′ vertan mein Recht und Pflicht

Und meiner Seel′ vergessen.

 

Es ist genug. Es weht ein Wind,

Weht nicht von Ost nach Norden.

Auf der Milchstraße wandert ein weißes Kind,

Ist nicht geboren worden.

 

Du über den Häusern heller Schein,

Wovon bist du so helle?

Stehst du um die Stirn einer Jungfrau rein

Oder brennt ein Sünder zur Hölle?


Der Text des Gedichts "Es ist genug" stammt von (* 1890-11-04, † 1928-08-14).




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