Es ist genug. Mein trübes Licht
Bereit′ sich zu erlöschen.
Ich hab′ vertan mein Recht und Pflicht
Und meiner Seel′ vergessen.
Es ist genug. Es weht ein Wind,
Weht nicht von Ost nach Norden.
Auf der Milchstraße wandert ein weißes Kind,
Ist nicht geboren worden.
Du über den Häusern heller Schein,
Wovon bist du so helle?
Stehst du um die Stirn einer Jungfrau rein
Oder brennt ein Sünder zur Hölle?
Das Gedicht "Es ist genug" stammt von Klabund (1890 - 1928).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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