Ich bin ohne Glück und unrasiert,

Meine Hosen drehn sich in Spiralen.

Meinen Hut hat mir ein Herr entführt,

Ohne ihn entsprechend zu bezahlen.

 

Meine Gummischuhe weilen wo?

Ebendort zweihundert Manuskripte,

Die der Straßenreiniger rauh und roh

In den Exkrementenkasten schippte.

 

Goldne Nadel, die den Schlips bestach!

O ihr braunpunktierten Oberhemden!

Eines zieht das zweite andre nach;

Meine Heimat wandelt unter Fremden.

 

Wäscherin stahl mir das letzte Glück.

Die Vermieterin möblierter Höhlen

Legt mir auf den Nachttisch Beil und Strick,

Um mir zart das Jenseits zu empfehlen.

 

Haß sprüht wie ein fahles Feuerwerk

Mir aus allen aufgerißnen Poren,

Und ich renne schreiend wie ein Zwerg

Nach der Riesenwelt, die ich verloren.


Das Gedicht "Die verlorene Welt" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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