Grün sind meine Kleider,

Grün sind meine Schuh;

Denn ich liebe einen Jäger

Und des Jägers Knecht dazu.

 

Weiß sind meine Kleider,

Weiß sind meine Schuh;

Denn ich liebe einen Müller

Und des Müllers Knecht dazu.

 

Blau sind meine Kleider,

Blau sind meine Schuh;

Denn ich liebe einen Husaren

Und des Husaren Pferd dazu.

 

Rot sind meine Kleider,

Rot sind meine Schuh;

Denn ich liebe den Henker

Und des Henkers Knecht dazu.

 

Der Henker hat mich erstochen,

Rot über die Heide floß mein Blut.

Da kann man wieder sehen,

Wie falsche Liebe tut.


Das Gedicht "Grün sind meine Kleider..." stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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