Sie müssen ruh′n und wieder ruh′n,

Teils auf den patentierten Liegestühlen

Sieht man in Wolle sie und Wut sich wühlen,

Teils haben sie im Bette Kur zu tun.

 

Nur mittags hocken krötig sie bei Tisch

Und schlingen Speisen: fett und süß und zahlreich.

Auf einmal klingt ein Frauenlachen, qualreich,

Wie eine Aeolsharfe zauberisch.

 

Vielleicht, daß einer dann zum Gehn sich wendet,

- er ist am nächsten Tage nicht mehr da -

Und seine Stumpfheit mit dem Browning endet...

 

Ein andrer macht sich dick und rund und rot.

Die Ärzte wiehern stolz: Halleluja!

Er ward gesund! (und ward ein Halbidiot...)


Das Gedicht "Schwindsüchtige" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte