Über uns will es sich in den Zweigen regen,

Und ein hübscher Vogel macht sich plusternd breit.

Wird er jetzt wohl Eier legen

Oder was ist seine Tätigkeit?

 

Plötzlich hat′s auf der erhobenen Stirne

Irgendwie und irgendwo geklext,

Und von einem Stoff, der - hm - in keines Menschen Hirne,

Sondern (vorher) auf den Feldern wächst.

 

War das eines Geistes mahnend ernste Stimme?

Oder war′s ein leises Scherzo nur?

Zwiegeteilt in bodenlosem Grimme,

Flieht man die ungastliche Natur.

 

Und man fragt sich, während man so wandelt:

Ist denn das gerecht,

Daß die Kreatur derartig unanständig handelt,

Wenn verehren man und preisen möcht′?


Das Gedicht "Spaziergang" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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