Cuno steigt in die Arena.

Mensch, wie er, so kann es keena.

Cuno wird das Tau schon ziehn.

Er dreht ′s Ding nicht - ′s Ding dreht ihn.

 

Cuno stemmt mit Pappgewichten.

Cuno wird die Zwietracht schlichten.

Geht die Sache noch so schief:

Cuno ist und bleibt passiv.

 

Steigt der Dollar in die Puppen:

Cunon kann das nicht verschnuppen.

Er verschenkt zum Schleuderpreise

Pfund und Dollar scheffelweise.

 

Cuno, das ist unser Mann.

Cuno regt den Spartrieb an.

Jeder Arbeit wird ihr Lohn:

Eine Mark gleich ′ner Million.

 

Steuernstundung, Markkredite:

Alles für des Volks Elite.

Stinnes singt von steiler Höh

In den Alpen: Sauve qui peut.

 

Cuno pirscht auf Nietzsches Fährte:

Unterwertung aller Werte.

Cuno sagt aus Karten wahr.

Was er nicht zahlt, zahlt er bar.

 

Cuno spielt für uns Patience

Mit Kanonen, Gas und Tanks.

Treibt′s Poincaré idiotisch:

Cuno schafft es mehr auf gotisch.

 

Cuno ist für alles gut,

Cuno hebt gesunknen Mut,

Senkt die Mark von Etsch bis Belt

Unter alles in der Welt.

 

Steigt ins Walhall deutscher Geister

Cuno jetzt, der Währungsmeister -

Läßt′s nicht zur Verzweiflung treiben:

Helfferich, er wird uns bleiben!


Das Gedicht "Nachruf auf Cuno" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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