Volkslied

 

Drei wilde Gänse, die flogen über See.

Da schoß der Jäger alle drei,

und was einmal ins Wasser fiel,

kommt nimmer in die Höh′.

 

Drei junge Mädels, die führte ein Kavalier aus,

und wenn erst ein Mädel mal Sekt genascht,

Liebe genascht, Hiebe genascht -

die kommt nicht mehr nach Haus.

 

Und ich pfeife auf meine Jungfernschaft,

und ich pfeife auf mein Leben.

Der Kerl, der sie mir genommen hat,

um eins und um zwei und um drei bei der Nacht,

der kann sie mir nimmer geben.

 

Geh, schenk mir doch ′n Fuffzger,

geh, schenk mir doch ′ne Mark.

Ich will mich mit Schnaps besaufen,

ich will mir eine Villa kaufen

oder einen Sarg.


Das Gedicht "Drei wilde Gänse" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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