Friedrich Schiller
(* 1759-11-10, † 1805-05-09)
Voller Name: Johann Christoph Friedrich von Schiller, ab 1802 "von".
Geboren in Marbach am Neckar, gestorben in Weimar.
Deutscher Dichter, Dramatiker und Historiker.

Eine Liste der besten Gedichte von Friedrich Schiller. Schöne & berühmte Gedichte sind durch 1-3 Sterne (*) hervorgehoben. Diese Klassifizierung beinhaltet natürlich ein subjektives Urteil.

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Einordnung

Friedrich Schiller gilt neben Goethe als bekanntester Dichter der Weimarer Klassik. Weitaus bedeutender als bei letzterem, ist sein Ruhm durch seine zahlreichen Balladen begründet.
Geprägt war Schiller u.a. von Klopstock, Schubart, Shakespeare, Immanuel Kant und Jean-Jacques Rousseau (vergleiche seinen Essay Über die ästhetische Erziehung des Menschen).

 


 

Friedrich Schiller, geboren am 10. November 1759 in Marbach am Neckar, zählt zu den zentralen Gestalten der deutschen Klassik. Sein Leben war geprägt von einer zugleich leidenschaftlichen Auseinandersetzung mit Freiheit, Moral und ästhetischer Erziehung sowie von persönlichen Kämpfen gegen Krankheit, Armut und gesellschaftliche Erwartungen.

Schiller wuchs in einem kleinbürgerlichen Umfeld auf, das eine sichere, pensionierte Laufbahn versprach. Doch schon früh zeigte sich sein außerordentliches Talent für Sprache und Denken.
Auf Beschluss der Familie trat er in die Karlsschule Stuttgart ein, eine militärische Akademie, an der er Medizin studierte. Die strenge Disziplin dieser Schule prägte ihn, doch innerlich strebte er nach freier geistiger Betätigung. Die literarische Neigung überwiegte schließlich: 1781 sorgte das dramatische Bühnenstück "Die Räuber" (Epoche des "Sturm und Drang") für einen Theaterskandal und für nationales Aufsehen. Schiller wurde als junger, rebellischer Autor schlagartig berühmt.

Aus dem Erfolg resultierte eine Folge bedeutender Stücke. "Kabale und Liebe" (1784) thematisiert soziale Ungerechtigkeit und die Macht der Gefühle in einer bürgerlichen Gesellschaft. Die fragmentarische "Don Karlos-Trilogie" (angesiedelt gegen Ende des 16. Jahrhunderts) verhandelt die Spannung zwischen politischer Pflicht, persönlicher Freiheit und göttlicher Ordnung. Darüber hinaus entsteht die "Wallenstein-Trilogie" (Wallenstein, Die Piccolomini, Wallensteins Tod; vollendet 1799), eine dicht gewebte Dramatik, die Macht, Verrat und Schicksal in historischen Rahmen schildert.
Im Jahr 1804 vollendete er sein letztes Drama "Wilhelm Tell" über den gleichnamigen Schweizer Nationalmythos.

Seine erste Gedichtsammlung ist die "Anthologie auf das Jahr 1782", die außer eigenen Gedichten auch solche anderer schwäbischer Nachwuchsschriftsteller bot. Schiller vollführt in seinen ersten Gedichten kühne lyrische Experimente – insbesondere in seinen Laura-Gedichten (vergleiche Phantasie an Laura). Im Jahr 1785 wurde dann die Ode An die Freude veröffentlicht.

Im Mai 1789 wurde Schiller zum außerordentlichen Professor in Jena (anfangs unbezahlt) für Geschichte ernannt, lehrte jedoch vor allem Philosophie. Im Februar 1790 heiratete er Charlotte von Lengefeld. Aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor.

Schillers Denken wurde durch eine enge Freundschaft und produktive Zusammenarbeit mit Johann Wolfgang von Goethe entscheidend geprägt. Zusammen prägten sie die Epoche der "Weimarer Klassik" und traten im sogenannten "Balladenjahr" (1797) in einen freundschaftlichen Wettstreit (z.B. Der Taucher oder Die Kraniche des Ibykus beide im "Musenalmanach" publiziert).
Zudem konzentrierten sie sich auf intellektuelle Ideen und Konzepte, in der Form und Inhalt der Kunst neu gedacht wurden. Schiller entwickelte seine Theorie der ästhetischen Erziehung, die er in dem Essay "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" (1795) skizzierte. Schiller wollte einen Schönheitsbegriff etablieren, der Natur und Vernunft, Sinnenwelt und moralische Welt vermittelte. Kunst soll den Menschen moralisch bilden, Freiheit, Würde und Humanität fördern und das Individuum zu verantwortungsvoller Selbstbestimmung befähigen.

Die letzten Lebensjahre verbrachte Schiller ab 1799 in Weimar, wo er weiterhin Dramen und Gedichte (insbesondere Das Lied von der Glocke) verfasste sowie philosophische Schriften herausgab. Am 9. Mai starb Friedrich Schiller im Alter von 45 Jahren an einer vermutlich durch eine Tuberkuloseerkrankung hervorgerufenen akuten Lungenentzündung.

Gedichte über Schiller oder über seine Werke:
Schillers Lied an die Freiheit - Glaßbrenner

Schillers Lob der Frauen - Schlegel

Schillers Bestattung - Meyer

Schiller - Büchner

Epilog zu Schillers Glocke - Goethe





Zur Übersicht der wichtigsten DichterInnen die in dieser Gedichtesammlung vertreten sind.

Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Sie sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.

Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Friedrich Schiller. In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.