Senke, strahlender Gott - die Fluren dürsten

Nach erquickendem Thau, der Mensch verschmachtet,

Matter ziehen die Rosse -

Senke den Wagen hinab!

Siehe, wer aus des Meers krystallner Woge

Lieblich lächelnd dir winkt! Erkennt dein Herz sie?

Rascher fliegen die Rosse,

Tethys, die göttliche, winkt.

 

Schnell vom Wagen herab in ihre Arme

Springt der Führer, den Zaum ergreift Cupido,

Stille halten die Rosse,

Trinken die kühlende Fluth.

 

An dem Himmel herauf mit leisen Schritten

Kommt die duftende Nacht; ihr folgt die süße

Liebe. Ruhet und liebet!

Phöbus, der liebende, ruht.


Das Gedicht "Der Abend" stammt von   (1759 - 1805).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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