Vorüber die stöhnende Klage!

Elysiums Freudengelage

Ersäufen jegliches Ach -

Elysiums Leben

Ewige Wonne, ewiges Schweben,

Durch lachende Fluren ein flötender Bach

 

Jugendlich milde

Beschwebt die Gefilde

Ewiger Mai;

Die Stunden entfliehen in goldenen Träumen,

Die Seele schwillt aus in unendlichen Räumen,

Wahrheit reißt hier den Schleier entzwei.

 

Unendliche Freude

Durchwallet das Herz.

Hier mangelt der Name dem trauernden Leide;

Sanfter Entzücken nur heißet hier Schmerz.

 

Hier strecket der wallende Pilger die matten

Brennenden Glieder im säuselnden Schatten,

Leget die Bürde auf ewig dahin -

Seine Sichel entfällt hier dem Schnitter,

Eingesungen von Harfengezitter,

Träumt er geschnittene Halme zu sehn.

 

Dessen Fahne Donnerstürme wallte,

Dessen Ohren Mordgebrüll umhallte,

Berge bebten unter dessen Donnergang;

Schläft hier linde bei des Baches Rieseln,

Der wie Silber spielet über Kieseln,

Ihm verhallet wilder Speere Klang.

 

Hier umarmen sich getreue Gatten,

Küssen sich auf grünen, samtnen Matten,

Lieb gekost vom Balsam-West;

Ihre Krone findet hier die Liebe,

Sicher vor des Todes strengem Hiebe,

Feiert sie ein ewig Hochzeitfest.


Das Gedicht "Elysium" stammt von   (1759 - 1805).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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