Nimmer, das glaubt mir, erscheinen die Götter

Nimmer allein.

Kaum dass ich Bacchus, den Lustigen, habe,

Kommt auch schon Armor, der lächelnde Knabe,

Phöbus, der Herrliche, findet sich ein.

Sie nahen, sie kommen, die Himmlischen alle,

Mit Göttern erfüllt sich die irdische Halle.

 

Sagt, wie bewirt′ ich, der Erdgeborne,

Himmlischen Chor?

Schenket mir euer unsterbliches Leben,

Götter! Was kann euch der Sterbliche geben?

Hebet zu eurem Olymp mich empor!

Die Freude, sie wohnt nur in Jupiters Saale,

O füllet mit Nektar, o reicht mir die Schale!

 

Reich′ ihm die Schale! Schenke dem Dichter,

Hebe, nur ein!

Netz′ ihm die Augen mit himmlischem Taue,

Dass er den Styx, den verhassten, nicht schaue,

Einer der Unsern sich dünke zu sein.

Sie rauschet, sie perlet, die himmlische Quelle,

Der Busen wird ruhig, das Auge wird helle.


Das Gedicht "Dithyrambe" stammt von   (1759 - 1805).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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