Entzweit mit einem Favoriten
Flog einst Fortun′ der Weisheit zu:
"Ich will dir meine Schätze bieten,
Sei meine Freundin du!
Mit meinen reichsten schönsten Gaben
Beschenkt′ ich ihn so mütterlich,
Und sieh, er will noch immer haben,
Und nennt noch geizig mich.
Komm Schwester, laß uns Freundschaft schließen,
Du marterst dich an deinem Pflug,
In deinen Schoß will ich sie gießen,
Hier ist für dich und mich genug."
Sophia lächelt diesen Worten,
Und wischt den Schweiß vom Angesicht;
"Dort eilt dein Freund, sich zu ermorden,
Versöhnet euch, ich brauch′ dich nicht."
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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