Vier Elemente

Innig gesellt

Bilden das Leben,

Bauen die Welt.

 

Preßt der Zitrone

Saftigen Stern,

Herb ist des Lebens

Innerster Kern.

 

Jetzt mit des Zuckers

Linderndem Saft

Zähmet die herbe

Brennende Kraft.

 

Gießet des Wassers

Sprudelnden Schwall,

Wasser umfänget

Ruhig das All.

 

Tropfen des Geistes

Gießet hinein,

Leben dem Leben

Gibt er allein.

 

Eh es verdüftet

Schöpfet es schnell,

Nur wenn er glühet,

Labet der Quell.


Das Gedicht "Punschlied" stammt von   (1759 - 1805).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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