Parodie

 

Ehret die Frauen! Sie stricken die Strümpfe,

Wollig und warm, zu durchwaten die Sümpfe,

Flicken zerrißene Pantalons aus;

Kochen dem Manne die kräftigen Suppen,

Putzen den Kindern die niedlichen Puppen,

Halten mit mäßigem Wochengeld Haus.

 

Doch der Mann, der tölpelhafte

Find′t am Zarten nicht Geschmack.

Zum gegohrnen Gerstensafte

Raucht er immerfort Taback;

Brummt, wie Bären an der Kette,

Knufft die Kinder spat und fruh;

Und dem Weibchen, nachts im Bette,

Kehrt er gleich den Rücken zu.


Der Text des Gedichts "Schillers Lob der Frauen" stammt von (* 1767-09-08, † 1845-05-12).




Weitere gute Gedichte von August Wilhelm von Schlegel zum Lesen.



Zur Startseite: Gedichte