Heinrich Heine
(* 1797-12-13, † 1856-02-17)
Voller Name: Christian Johann Heinrich Heine.
Geboren in Düsseldorf, gestorben in Paris.
Deutsche Dichter und Journalist.

Eine Liste der besten Gedichte von Heinrich Heine. Schöne & berühmte Gedichte sind durch 1-3 Sterne (*) hervorgehoben. Diese Klassifizierung beinhaltet natürlich ein subjektives Urteil.

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Einordnung

Heinrich "Harry" Heine gilt sowohl als Repräsentant der Romantik (vgl. Eichendorff) als auch als ihr "Überwinder".
Ebenso wie das Werk von Hölderlin lässt sich seine Lyrik nicht eindeutig einer Epoche zuordnen. Seine späteren Werke sind geprägt von Ironie & Gesellschaftskritik und er gilt als einer der Protagonisten des Vormärz (vgl. Georg Herwegh sowie Louise Aston).

Heine lebte von 1831 bis zu seinem Tod 1856 im Pariser Exil (vgl. August von Platen). Er kehrte nur für 2 kurze Besuche nach Hamburg zurück (Spätherbst 1843 & Sommer/Herbst 1844). Die Erfahrungen dieser Reisen verarbeitete er in seinem berühmten Gedicht «Deutschland. Ein Wintermärchen» in dem er mit Spott und Bitterkeit die Rückständigkeit, Kleinstaaterei und Zensur in Deutschland kritisierte.

 


 

Heinrich Heine wurde am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als Harry Heine in eine jüdische Kaufmannsfamilie geboren. Seine Kindheit fiel in eine Zeit großer politischer Umbrüche: Das Rheinland stand zeitweise unter französischem Einfluss, und die Ideen der Französischen Revolution prägten Heines Denken nachhaltig. Freiheit, Gleichheit und Kritik an Unterdrückung (z.B. Die schlesischen Weber) wurden später wichtige Themen seines Werks.

Zunächst sollte Heine eine kaufmännische Laufbahn einschlagen. Er ging nach Hamburg zu seinem reichen Onkel Salomon Heine, doch der Beruf des Kaufmanns lag ihm wenig. Auch eine unglückliche Liebe zu seiner Cousine Amalie hinterließ Spuren in seiner frühen Lyrik (vergleiche Ein Jüngling liebt ein Mädchen und Du bist wie eine Blume sowie Ich grolle nicht).

Mit Unterstützung seines Onkels konnte Heine schließlich studieren. Er besuchte die Universitäten Bonn, Göttingen und Berlin, wo er Jura studierte, sich aber vor allem für Literatur, Philosophie und Geschichte interessierte.
In Berlin hörte Heine Vorlesungen des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Dessen Geschichtsphilosophie und Dialektik prägten seine religions- und gesellschaftskritische Schriften.

Im Jahr 1825 promovierte er in Göttingen zum Doktor der Rechte. Im selben Jahr ließ er sich protestantisch taufen und nahm den Namen Christian Johann Heinrich an. Die Taufe bezeichnete er später bitter als „Entréebillet zur europäischen Kultur“, da Juden im damaligen Deutschland stark benachteiligt waren. Dennoch scheiterten seine Pläne, sich in Hamburg als Anwalt niederzulassen, gegen Ende desselben Jahres.
Von nun an war Heine freischaffender Schriftsteller - und nach wie vor finanziell von seinem Onkel abhängig. Er führte ein unstetes Wanderleben (Hamburg, Lüneburg, London, München, Italien, Berlin).

Sein Reisebericht "Die Harzreise" (1826) war sein erster großer Publikumserfolg. Mit seinen Natur- und Landschaftsbeschreibungen, eingestreuten Gedichten, erzählten Träumen und häufigen Anspielungen auf Märchen und Sagen ist dieser Bericht von allen seinen Reisebildern am stärksten romantischen Mustern verpflichtet. Im selben Jahr begann Heines lebenslange Geschäftsbeziehung zu Julius Campe in Hamburg, der künftig Heines Hauptverleger wird.

Heines Ruhm als Lyriker begann mit dem „Buch der Lieder“ (1827), einer Sammlung von Gedichten, die romantische Motive wie Liebe, Sehnsucht und Natur aufgreift, sie jedoch oft ironisch bricht. Viele seiner Gedichte wurden vertont, unter anderem von Robert Schumann und Franz Schubert. Der Einfluss von Goethe, den Heine bewunderte, auf seine frühen Werke ist unverkennbar auch wenn er dessen unpolitische Haltung (das „Kunst-für-die-Kunst“-Prinzip) ablehnte.
Zu seinen bedeutendsten Prosawerken zählen die "Reisebilder" (4 Bände; zwischen 1826 und 1831 entstanden), eine literarische Chronik moderner Reisen, Wahrnehmungen und Kulturen, die durch Feinfühligkeit und Gesellschaftskritik bestechen.

1831 emigrierte Heine nach Paris, das für ihn zur zweiten Heimat wurde. Dort arbeitete er als Journalist und Vermittler zwischen deutscher und französischer Kultur - und entwickelte sich zu einem scharfsinnigen politischen Schriftsteller.
Von einem Exil im strengen Sinn kann zu dieser Zeit noch nicht gesprochen werden, erst die späteren Publikationverbote 1833 und 1835 machten es dazu.
Er bewunderte die geistige Freiheit Frankreichs, blieb aber Deutschland innerlich verbunden (vgl. Nachtgedanken (1843)). Seine Schriften, insbesondere seine politischen Essays, wurden wegen ihrer Schärfe in deutschen Staaten häufig zensiert oder verboten.

Im August 1841 heiratete Heine die Französin Augustine Crescence Mirat (1815–1883), die er selbst Mathilde nannte. Das Paar lebte wahrscheinlich bereits seit 1834 zusammen. Die Beziehung blieb kinderlos.

Ab 1848 litt Heine an einer schweren Krankheit, die ihn bis zu seinem Tod ans Bett fesselte. Er nannte dieses Krankenlager seine „Matratzengruft“. Trotz großer Schmerzen schrieb er weiter, unter anderem Gedichte von tiefer Melancholie, religiösem Nachdenken und ungebrochener Ironie (vergleiche Morphine). Am 17. Februar 1856 starb Heinrich Heine in Paris. Begraben wurde er auf dem Friedhof Montmartre.

Gedichte über Heine oder über seine Werke:
Heines Geburtshaus - Hille

Heine und die Folgen - Kraus

Nach Heine - Kurs





Zur Übersicht der wichtigsten DichterInnen die in dieser Gedichtesammlung vertreten sind.

Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Sie sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.

Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Heinrich Heine. In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.