Himmel grau und wochentäglich!

Auch die Stadt ist noch dieselbe!

Und noch immer blöd und kläglich

Spiegelt sie sich in der Elbe.

 

Lange Nasen, noch langweilig

Werden sie wie sonst geschneuzet,

Und das duckt sich noch scheinheilig,

Oder bläht sich, stolz gespreizet.

 

Schöner Süden! wie verehr ich

Deinen Himmel, deine Götter,

Seit ich diesen Menschenkehricht

Wiederseh, und dieses Wetter!


Der Text des Gedichts "Himmel grau und wochentäglich" stammt von (* 1797-12-13, † 1856-02-17).




Weitere gute Gedichte von Heinrich Heine zum Lesen.



Zur Startseite dieser Gedichtesammlung