Eine Liste / Sammlung guter Gedichte zum Nachdenken - moderne und auch Klassiker; sowohl lang als auch kurz.
- Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren – Novalis
- Augen in der Großstadt – Kurt Tucholsky
- Komm in den totgesagten park – Stefan George
- Die eine Klage – Karoline von Günderrode
- Der Rabe – Poe
- Der Albatros – Baudelaire
- Das Spiegelbild – Droste-Hülshoff
- An meine Mutter – Heine
- Eure Kinder – Khalil Gibran
- Befiehl du deine Wege – Paul Gerhardt
- Auf der Terrasse des Café Josty – Paul Boldt
- Die Unendlichkeit – Leopardi
Mit leichtem Gepäck
Gewöhn dich nicht.
Du darfst dich nicht gewöhnen.
Eine Rose ist eine Rose.
Aber ein Heim
ist kein Heim.
Sag dem Schoßhund Gegenstand ab
der dich anwedelt
aus den Schaufenstern.
Er irrt. Du
riechst nicht nach Bleiben.
Ein Löffel ist besser als zwei.
Häng ihn dir um den Hals,
du darfst einen haben,
denn mit der Hand
schöpft sich das Heiße zu schwer.
Es liefe der Zucker dir durch die Finger,
wie der Trost,
wie der Wunsch,
an dem Tag
da er dein wird.
Du darfst einen Löffel haben,
eine Rose,
vielleicht ein Herz
und, vielleicht,
ein Grab.
Hilde Domin, geborene Löwenstein (1909 - 2006 ), war eine deutsche Schriftstellerin jüdischer Herkunft.
Der Engel in dir
Der Engel in dir
freut sich über dein
Licht
weint über deine Finsternis.
Aus seinen Flügeln rauschen
Liebesworte
Gedichte Liebkosungen.
Er bewacht
deinen Weg
Lenk deinen Schritt
engelwärts.
Rose Ausländer, geborene Scherzer (1901 - 1988), war eine aus der Bukowina stammende deutsch- und englischsprachige Lyrikerin jüdischer Herkunft.
Himmlische Gabe
Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht
zu den vielen Mühseligkeiten des Lebens des Lebens drei Dinge gegeben:
die Hoffnung,
den Schlaf
und das Lachen.
Immanuel Kant (* 1724-04-22, † 1804-02-12) Geboren in Königsberg, gestorben in Königsberg.
Einer der bedeutendsten Philosophen seiner Zeit.
Sein Werk Kritik der reinen Vernunft kennzeichnet einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie.
Alter Blick
Ich habe mich gewöhnt an dieses Fenster
und daß der Schnee durch meine Augen fällt,
aber wer ist den Verlorenen nachgegangen
durch das offene Gartentor,
wer besiegelte, was da war,
die Regentonne,
und den Mond als Mond,
alle gefrorenen Gräser?
Wer schaukelte vor dem Morgen,
daß die Stricke krachten,
wer legt die Wachshand auf das Küchenfenster,
ließ sich im Weißen nieder
und nahm mich selber auf?
Ilse Aichinger (1921 – 2016) war eine österreichisch-jüdische Schriftstellerin.
Eines Tags geschah es Kant,
dass er keine Worte fand.
Stundenlang hielt er den Mund,
und er schwieg - nicht ohne Grund.
Ihm fiel absolut nichts ein,
drum ließ er das Sprechen sein.
Erst als man zum Essen rief,
wurd' er wieder kreativ,
und er sprach die schönen Worte:
„Gibt es hinterher noch Torte?"
Robert Gernhardt (1937 - 2006) war ein deutscher Schriftsteller, Dichter, Zeichner und Maler, der vor allem durch seine Satiren und seine komischen Gedichte und Zeichnungen in der Tradition Wilhelm Buschs bekannt wurde.
- Zur Beruhigung – Heine
- Nicht alle Schmerzen sind heilbar… – Huch
- Weltende – Lasker-Schüler
- Das Wort – George
- Grammatische Deutschheit – Rückert
- Die Götter Griechenlands – Schiller
- In Tränen geh ich nun allein – Mereau
- Carpe diem – Opitz
Gedichte, auch Poesie oder Lyrik genannt, sind ein Genre innerhalb der Belletristik, das folgende Merkmale aufweist:
Die Texte sind oft relativ kurz, manchmal sogar sehr kurz, und diese Wortökonomie führt dazu, dass jedes Wort eine große Bedeutung haben muss. Die Texte bestehen aus Zeilen, nicht aus Sätzen.
Die meisten Gedichtformen haben eine klare Musikalität. Wahrscheinlich waren Gedichte ursprünglich dazu gedacht, gesungen oder vorgetragen zu werden, vielleicht sogar getanzt. Die Musikalität der Gedichte kommt zum einen dadurch zum Ausdruck, dass die Zeilen einen festen Rhythmus in verschiedenen Rhythmusmustern haben. Zweitens entsteht ein musikalischer Effekt dadurch, dass in Gedichten oft verschiedene Arten von Reimen vorkommen. Die häufigsten sind vielleicht Endreime, bei denen die letzten Wörter der Zeilen in unterschiedlicher Reihenfolge aufeinander reimen, und Anfangsreime (Alliterationen), bei denen der erste Laut in mindestens zwei Wörtern einer oder vorzugsweise zwei Zeilen reimt. In manchen Fällen können verschiedene Reimarten zu einem Gesamtklangbild zusammengefügt werden, das den Inhalt illustriert.
Einige der Wörter in Gedichten sind oft symbolische Bilder, von zwei Arten, Gleichnissen und Metaphern. Ein Gleichnis hat ein Vergleichswort, oft „wie” oder „ähnlich”, während eine Metapher kein solches Wort hat.
- Der Luftschiffer – Karoline von Günderrode
- Sonnenuntergang – Friedrich Hölderlin
- Waldesnacht – Paul Heyse
- Manche freilich... – Hofmannsthal
- Die fremde Stadt – Weissmann
- Pidder Lüng – Detlev von Liliencron
Glaube und Tat
Was auf das Leben folgt, deckt tiefe Finsternis;
Was uns zu tun geführt, des nur sind wir gewiß.
Dem kann kein Mißgeschick, kein Tod die Hoffnung rauben,
Der glaubt um recht zu tun, recht tut, um froh zu glauben.
Immanuel Kant (* 1724-04-22, † 1804-02-12) Geboren in Königsberg, gestorben in Königsberg.
Einer der bedeutendsten Philosophen seiner Zeit.
Sein Werk Kritik der reinen Vernunft kennzeichnet einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie.
- Trotz alledem! – Freiligrath
- Der Sonderling – Lessing
- Reiters Morgenlied – Hauff
- Das Geheimnis – Friedrich Schiller
- Arbeite – Weerth
- Die Forelle – Schubart
Wer nicht kann was er will,
muss das wollen, was er kann.
Denn das zu wollen,
was er nicht kann,
wäre töricht!
Leonardo da Vinci (* 1452-04-15, † 1519-05-02)
Geboren in Anchiano bei Vinci, gestorben auf Schloss Clos Lucà, Amboise.
Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker, Ingenieur, Naturphilosoph und Erfinder in der Renaissance.
Wird als das italienische Universalgenie bezeichnet.
Siehe auch:
Gedichte