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Berg und Burgen schaun herunter


Berg und Burgen schaun herunter

In den spiegelhellen Rhein,

Und mein Schiffchen segelt munter,

Rings umglänzt von Sonnenschein.

 

Ruhig seh ich zu dem Spiele

Goldner Wellen, kraus bewegt;

Still erwachen die Gefühle,

Die ich tief im Busen hegt.

 

Freundlich grüßend und verheißend

Lockt hinab des Stromes Pracht;

Doch ich kenn ihn, oben gleißend,

Birgt sein Innres Tod und Nacht.

 

Oben Lust, im Busen Tücken,

Strom, du bist der Liebsten Bild!

Die kann auch so freundlich nicken,

Lächelt auch so fromm und mild.


Heinrich Heine
(* 13.12.1797, † 17.02.1856)




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