Pseudonyme: Buonarotti, D., Scardanelli, Hillmar
Geboren in Lauffen am Neckar, gestorben in Tübingen.
Eine Liste der besten Gedichte von Friedrich Hölderlin. Schöne & berühmte Gedichte sind durch 1-3 Sterne (*) hervorgehoben. Diese Klassifizierung beinhaltet natürlich ein subjektives Urteil.
A
- Abbitte
- Abendphantasie
- Am Quell der Donau
- An die Hoffnung **
- An die Natur *
- An die Parzen ***
- An eine Rose *
- An Neuffer
- An Zimmern [1]
- An Zimmern [2]
- Andenken
- Auf den Tod eines Kindes
- Auf die Geburt eines Kindes
- Auf falbem Laube ruhet *
- Aussicht [1]
- Aussicht [2]
B
D
- Da ich ein Knabe war...
- Das Angenehme dieser Welt
- Das fröhliche Leben
- Das Unverzeihliche
- Dem gnädigsten Herrn von Lebret
- Der Abschied
- Der Einzige *
- Der Frühling [1]
- Der Frühling [2]
- Der Frühling [3]
- Der Frühling [4] **
- Der Frühling [5]
- Der Frühling [6]
- Der Frühling [7]
- Der Frühling [8]
- Der Frühling [9]
- Der Gang aufs Land **
- Der gute Glaube
- Der Herbst [1]
- Der Herbst [2] ***
- Der Ister
- Der Kirchhof
- Der Mensch [1] *
- Der Mensch [2]
- Der Mensch [3]
- Der Neckar (?)
- Der Rhein
- Der Ruhm
- Der Sommer [1] *
- Der Sommer [2]
- Der Sommer [3]
- Der Sommer [4]
- Der Sommer [5]
- Der Spaziergang *
- Der Wanderer *
- Der Winkel von Hardt
- Der Winter [1] *
- Der Winter [2]
- Der Winter [3]
- Der Winter [4]
- Der Winter [5]
- Der Zeitgeist
- Des Geistes Werden
- Des Morgens **
- Die Aussicht
- Die Eichbäume
- Die Heimat
- Die Kürze
- Die Liebe **
- Die Nacht *
- Die Wanderung
- Die Zufriedenheit
E
F
G
H
- Hälfte des Lebens ***
- Heidelberg **
- Heimat *
- Höhere Menschheit
- Höheres Leben
- Hymne an die Schönheit
- Hyperions Schicksalslied **
I
L
M
N
P
- Patmos ***
R
S
U
W
Z
Einordnung
Friedrich Hölderlin wird oft der Weimarer Klassik (vgl. Schiller) zugeordnet, jedoch lässt sich seine einzigartige Lyrik, die u.a. Elemente der Romantik (vgl. Tieck) vorwegnimmt, nicht eindeutig einer literarischen Strömung zuordnen.
In seinen frühen Jahren diente ihm Klopstock als Vorbild, mit dem er die Faszination für die griechische Antike teilte.
Friedrich Hölderlin wurde am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar geboren. Er war der erstgeborene Sohn des Klosterhofmeisters Heinrich Friedrich Hölderlin und dessen Ehefrau, der Pfarrerstochter Johanna Christiana Hölderlin, geb. Heyn. Die erste seiner beiden Schwestern starb mit 4 Jahren. Die andere, Maria Eleonora Heinrica, wurde „Rike“ genannt.
Seine Kindheit war früh von Verlust geprägt: Der Vater starb, als Hölderlin 4 Jahre alt war, später verlor er auch den Stiefvater. Die Mutter bestimmte für ihn eine geistliche Laufbahn. Nach dem Besuch verschiedener Klosterschulen trat Hölderlin 1788 in das Tübinger Stift ein, eine berühmte Ausbildungsstätte für angehende evangelische Theologen. Dort begegnete er zwei Persönlichkeiten, die später die deutsche Geistesgeschichte entscheidend prägen sollten: Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Die drei jungen Männer verband ihre Begeisterung für die Französische Revolution, für die Antike und für neue philosophische Ideen.
Obwohl Hölderlin das Theologiestudium 1793 abschloss, wollte er nicht Pfarrer werden. Er arbeitete stattdessen als Hauslehrer, unter anderem in Frankfurt am Main. Dort lernte er Susette Gontard kennen, die Frau seines Arbeitgebers. Die Liebe zu ihr wurde zur entscheidenden Erfahrung seines Lebens. In seinen Gedichten und im Roman „Hyperion“ erscheint sie unter dem Namen Diotima (vgl. Menons Klagen um Diotima) als Idealgestalt von Schönheit, Geist und innerer Vollkommenheit. Die Beziehung blieb gesellschaftlich unmöglich und endete schmerzhaft; Susettes früher Tod im Jahr 1802 erschütterte Hölderlin tief.
In dieser Zeit entstanden einige seiner berühmtesten Werke: der Briefroman „Hyperion“, das unvollendete Trauerspiel „Der Tod des Empedokles“ sowie große Hymnen, Elegien und Oden wie „An die Parzen“, „Hälfte des Lebens“, „Sonnenuntergang“ und „Hyperions Schicksalslied“. Hölderlins Dichtung sucht oft das Göttliche in der Natur, in der griechischen Antike und in der geschichtlichen Hoffnung, bleibt aber zugleich von Trennung, Verlust und Fremdheit durchzogen.
Sein Werk steht zwischen Klassik und Romantik, ist aber zugleich so eigenständig, dass es sich kaum eindeutig einer Epoche zuordnen lässt. Er verband eine hohe Musikalität der Sprache mit philosophischer Tiefe, Naturerfahrung und einer leidenschaftlichen Sehnsucht nach Harmonie zwischen Mensch, Gottheit und Welt.
Ab etwa 1805 galt Hölderlin als psychisch krank. Im September 1806 wurde er mehrere Monate im Uniklinikum Tübingen "festgesetzt" und zwangsbehandelt. Anschließend lebte er fast 4 Jahrzehnte in Tübingen im Haus des Schreinermeisters Ernst Zimmer (einem Bewunderer des "Hyperion"), später berühmt als Hölderlinturm. Dort schrieb er weiterhin Gedichte, oft unter dem Namen „Scardanelli“.
Am 7. Juni 1843 starb Friedrich Hölderlin bei weitgehender körperlicher Gesundheit. Seine Grabstätte ist auf dem Tübinger Stadtfriedhof erhalten.
Zur Übersicht der wichtigsten DichterInnen die in dieser Gedichtesammlung vertreten sind.
Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Sie sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.
Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Friedrich Hölderlin. In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.
Gedichte