Sind denn dir nicht bekannt viele Lebendigen?

Geht auf Wahrem dein Fuß nicht, wie auf Teppichen?

Drum, mein Genius! tritt nur

Bar ins Leben, und sorge nicht!

 

Was geschiehet, es sei alles gelegen dir!

Sei zur Freude gereimt, oder was könnte denn

Dich beleidigen, Herz, was

Da begegnen, wohin du sollst?

 

Denn, seit Himmlischen gleich Menschen, ein einsam Wild,

Und die Himmlischen selbst führet, der Einkehr zu,

Der Gesang und der Fürsten

Chor, nach Arten, so waren auch

 

Wir, die Zungen des Volks, gerne bei Lebenden,

Wo sich vieles gesellt, freudig und jedem gleich,

Jedem offen, so ist ja

Unser Vater, des Himmels Gott,

 

Der den denkenden Tag Armen und Reichen gönnt,

Der, zur Wende der Zeit, uns die Entschlafenden

Aufgerichtet an goldnen

Gängelbanden, wie Kinder, hält.

 

Gut auch sind und geschickt einem zu etwas wir,

Wenn wir kommen, mit Kunst, und von den Himmlischen

Einen bringen. Doch selber

Bringen schickliche Hände wir.


Das Gedicht "Blödigkeit" stammt von   (1770 - 1843).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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