Geh unter, schöne Sonne, sie achteten

Nur wenig dein, sie kannten dich, Heilge, nicht,

Denn mühelos und stille bist du

Über den Mühsamen aufgegangen.

 

Mir gehst du freundlich unter und auf, o Licht!

Und wohl erkennt mein Auge dich, Herrliches!

Denn göttlich stille ehren lernt ich,

Da Diotima den Sinn mir heilte.

 

O du des Himmels Botin! wie lauscht ich dir!

Dir, Diotima! Liebe! wie sah von dir

Zum goldnen Tage dieses Auge

Glänzend und dankend empor. Da rauschten

 

Lebendiger die Quellen, es atmeten

Der dunkeln Erde Blüten mich liebend an,

Und lächelnd über Silberwolken

Neigte sich segnend herab der Aether.


Das Gedicht "Geh unter, schöne Sonne..." stammt von   (1770 - 1843).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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