Sie, Edler! sind der Mensch, von dem das Beste sagen

Nicht fälschlich ist, da jeder Mensch es kennet,

Doch die Vollkommenheit enthält verschiedne Fragen,

Wenn schon der Mensch es leicht bezeuget nennet.

 

Sie aber haben dies in recht gewohntem Leben,

In der Gewogenheit, von der sich Menschen ehren,

Das ist den Würdigern als wie ein Gut gegeben,

Da viele sich in Not und Gram verzehren.

 

So unverlierbar dies, so geht es, hoch zu gelten,

Aus der Gewogenheit; die Menschen leben nimmer

Allein und schlechterdings von ihrem Schein und Schimmer,

Der Mensch bezeuget dies und Weisheit geht in Welten.


Das Gedicht "Dem gnädigsten Herrn von Lebret" stammt von   (1770 - 1843).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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