Auf falbem Laube ruhet
Die Traube, des Weines Hoffnung, also ruhet auf der Wange
Des Schatzes von dem goldenen Schmuck, der hängt
Am Ohre der Jungfrau
Und ledig soll ich bleiben,
Leicht fanget aber sich
In der Kette, die
Es abgerissen, das Kälblein.
Es liebet aber der Sämann,
Zusehen eine,
Des Tages schlafend über
Dem Strickstrumpf.
Nicht will wohllauten
Der deutsche Mund,
Aber lieblich
Am stechenden Bart rauschen
Die Küsse.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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