Deutscher Schriftsteller (u.a. Kalendergeschichten), evangelischer Theologe und Pädagoge.
Epoche: Klassik / Romantik
Eine Liste der besten Gedichte von Johann Peter Hebel. Schöne & berühmte Gedichte sind durch 1-3 Sterne [*] hervorgehoben. Diese Klassifizierung beinhaltet natürlich ein subjektives Urteil. Zudem sind kurze Gedichte durch ein [K] und lange durch ein [L] bzw. [XL] (episch) gekennzeichnet.
A
- Abendlied wenn man aus dem...
- An eine Freundin bei Übersendung... [K]
- An einen Freund zu Hausen
- An Fürstin Amalie von Fürstenberg...
- An Rechnungsrat Gyßer in Müllheim [L]
- Auf den Tod eines Zechers
- Auf einem Grabe [L]
B
D
- Das Gewitter [*, L]
- Das Hexlein
- Das Liedlein vom Kirschbaum [*]
- Der allezeit vergnügte Tabakraucher
- Der Bettler [L]
- Der Ehrentag Karl Friedrichs
- Der Käfer
- Der Knabe mit dem Erdbeerschlag
- Der Mann im Mond [*, L]
- Der Morgenstern
- Der Schmelzofen [XL]
- Der Schreinergesell
- Der Schwarzwälder in Breisgau
- Der Sommerabend [L]
- Der Sperling am Fenster
- Der Storch [L]
- Der Wegweiser [*, L]
- Der Winter [**]
- Die Mutter am Christabend [L]
- Die Rose [*]
- Die Vergänglichkeit [**, XL]
E
- Eine Frage [L]
F
G
N
- Neujahrslied [***]
S
- Sonntagsfrühe [**, L]
T
- Trost [**]
W
Z
Einordnung
Hebel zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Er wurde vor allem durch seine alemannischen Gedichte, seine Kalendergeschichten und seine humorvollen Erzählungen bekannt. Mit seiner einfachen, lebensnahen Sprache verstand er es, alltägliche Begebenheiten in Geschichten voller Menschlichkeit, Weisheit und Humor zu verwandeln. Bis heute gilt er als einer der wichtigsten Vertreter der alemannischen Mundartliteratur. Dieser Dialekt wird vorwiegend im südwestlichen Mitteleuropa gesprochen. Vergleiche auch die Lyrik des niederdeutschen Poeten Klaus Groth sowie Peter Rosegger (steirische Mundart).
Johann Peter Hebel wurde am 10. Mai 1760 in Basel geboren. Seine Eltern stammten aus einfachen Verhältnissen und arbeiteten als Dienstboten. Sein Vater, ein Tagelöhner, starb bereits 1761. Auch seine Mutter verstarb wenige Jahre später, im Jahr 1773. Der frühe Verlust seiner Eltern prägte Hebels Kindheit und sensibilisierte ihn für die Vergänglichkeit des Lebens und das Schicksal einfacher Menschen.
Hebel wuchs teilweise in Basel und teilweise im südbadischen Hausen im Wiesental auf. Dadurch lernte er sowohl das städtische Leben als auch die ländliche Welt des Schwarzwaldes kennen. Besonders die Menschen, die Sprache und die Landschaft des Wiesentals hinterließen einen bleibenden Eindruck bei ihm. Diese Erfahrungen wurden später zu einer wichtigen Grundlage seiner Dichtung.
Nach dem Besuch der Lateinschule in Schopfheim wechselte Hebel auf das Gymnasium in Karlsruhe. Im Jahr 1778 begann Hebel ein Studium der evangelischen Theologie an der Universität Erlangen. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst als Hauslehrer und später als Lehrer am Pädagogium in Lörrach. 1791 erhielt er eine Stelle am Gymnasium in Karlsruhe, wo er unter anderem Geschichte, Latein und andere Fächer unterrichtete. Mit der Zeit übernahm er weitere Aufgaben und wurde schließlich Direktor des Gymnasiums.
Neben seiner Tätigkeit als Lehrer beschäftigte sich Hebel intensiv mit Literatur, Naturwissenschaften und Religion. Er war ein vielseitig interessierter Gelehrter, der Bildung nicht nur als Vermittlung von Wissen verstand, sondern auch als Möglichkeit, den Charakter und das Denken der Menschen zu fördern. Zu Hebels Bewunderern zählten berühmte Literaten wie Johann Wolfgang von Goethe, der Schweizer Schriftsteller Gottfried Keller, Leo Tolstoi und die Brüder Grimm. Hebel lebte zeitlebens unverheiratet.
Im Jahr 1819 wurde Hebel zum Prälaten der evangelischen Kirche im Großherzogtum Baden ernannt. Damit übernahm er eine hohe kirchliche Stellung und wurde zugleich Mitglied der Ersten Kammer des badischen Landtags.
Seinen literarischen Durchbruch erzielte Hebel mit der Veröffentlichung der "Allemannischen Gedichte" (1803). In diesem Werk schrieb er in der Mundart des Wiesentals und verlieh der Sprache der einfachen Bevölkerung literarische Bedeutung. Die Gedichte schildern das Leben der Bauern, Handwerker und Dorfbewohner, erzählen von Liebe, Arbeit, Natur und Heimat und zeichnen sich durch ihren warmherzigen Humor aus. Besonders bekannt wurde das Gedicht „Die Vergänglichkeit“, in dem Hebel über die Endlichkeit des menschlichen Lebens und den Wandel der Welt nachdenkt.
Eine weitere große Bedeutung erlangten seine "Kalendergeschichten", die ab 1808 im "Rheinländischen Hausfreund" (ein Volkskalender) erschienen. In kurzen, unterhaltsamen Erzählungen verband Hebel überraschende Wendungen mit moralischen Einsichten und genauer Beobachtungsgabe. Berühmt sind beispielsweise „Kannitverstan“ und „Unverhofftes Wiedersehen“. Seine Geschichten zeigen, dass menschliche Größe nicht von Reichtum oder gesellschaftlichem Rang abhängt, sondern von Bescheidenheit, Mitgefühl und Vernunft.
Johann Peter Hebel starb am 22. September 1826 in Schwetzingen, als er sich auf einer Dienstreise befand.
Zur Übersicht der wichtigsten DichterInnen, die in dieser Gedichtsammlung vertreten sind. Alle Lyriker dieser Anthologie befinden sich unter Dichter nach Epochen.
Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Die Texte sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.
Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Johann Peter Hebel (1760 - 1826). In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.
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