IM FRÜHLING

`s Bäumli blüeiht, un’s Brünnli springt.

Potz tausig, loos, wie’s Vögeli singt!

Me het sy Freud un frohe Muet,

un’s Pfiifli, nai, wie schmeckt’s so guet!

 

IM SOMMER

Volli Ähri, wo me goht,

Bäum voll Öpfel, wo me stoht,

un es isch e Hitz un Gluet!

Aineweg schmeckt’s Pfiifli guet.

 

IM HERBST

Chönnt denn d’Welt no besser sii?

Mit sym Trüübel, mit sym Wii

stärkt der Herbst my lustig Bluet;

un my Pfiifli schmeckt so guet.

 

IM WINTER

Winterszyt, schöni Zyt!

Schnee uf alle Berge lyt,

uf ein Dach un uf em Huet.

Justement schmeckt’s Pfiifli guet.


Das Gedicht "Der allezeit vergnügte Tabakraucher" stammt von   (1760 - 1826).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte