Gleite ins Weite und in die Höh!

Adieu, du zartes Bleu

Meines Zigarettenrauches,

Der du so sanft entfliehst.

 

Wenn du ein zierliches Nasenloch siehst,

Küß dem die Haare als Gruß meines Hauches.

 

Ob dich ein Höhendruck

Zur Erde zurückschlägt,

Eine Strömung, eines Windes Ruck

Dich zu Himmelsglück trägt, –

Finde das, was du erwartetest.

 

In dem hold gewürzten Augenblick,

Da du aus mir startetest,

Spielte Ziehharmonikamusik

Ein Lieblingslied von mir: La paloma

Und auf Schwingen dieser Volksweise

Steigst du auf. Glückliche Reise!

Aus Nikotin ins ewige Aroma.


Das Gedicht "An meinen Zigarettenrauch" stammt von   (1883 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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