Es lütet Bettzit überal,

der Himmel dunklet no und no,

und ‘s flimmeret im Himmelssaal

e Sternli dört, e Sternli do.

 

Der Wächter rüeft der Morgen a:

»Wacht auf, wacht auf, der Tag beginnt!«

Druf luegt ei Sternli ‘s ander a:

»Wär’s mügli? Wie doch d’Zit verrinnt!«

Der Mond luegt, was si Zitli seit,

er traut em nit, er hebt’s ans Ohr,

er seit, der Wächter isch nit gscheit,

si Uhr goht um zwo Stunde vor.

Druf sitze d’Sternli alli nieder

und nehme’s Rad und spinne wieder.

 

Bat, mer sin so still, und ‘s isch so wit no go Basel

bis ans Bläsitor und uf di lustigi Rhibruck.

Giget der Sepli zum Tanz, viel lustiger tanzt men und ringer.

Spröchet men unterwegs, viel ringer chunnt me go Basel.

Rot mer hi und rot mer her: was chaufi mer z’Basel?


Das Gedicht "Bruchstücke" stammt von   (1760 - 1826).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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