Markgrafen zu Baden, nach Aufhebung der Leibeigenschaft, den 23. Juli 1783, gefeiert im Oberland

 

Zu einem Bild von 1821

 

I ha scho menge Sturm und Schnee

i ha scho menge Früehlig gseh,

und Chrieg und Elend überal

im Rebland und im Wiesetal.

An so ne Zit, wo alles singt

und jung und alt in Freude springt,

an so ne Tag, wie Gott ein schenkt,

an so ne Freud het niemes denkt.

O wär er do, o chönnt er’s seh,

der liebi Fürst, Gott het en ge!

Er isch so gnädig, isch so guet,

‘s wird Wohltat, was er denkt und tuet.

»Du, Gott im Himmel, sei sein Lohn,

und schirme seinen Fürstenthron.«

Siehsch, Friederli, sel Engelsbild?

Wie luegt’s ein a so lieb und mild!

Es isch di Fürst, wo sorgt und wacht;

er het is alli glücklich gmacht.

Das lohnt em Gott, und uf si Hus

gießt Gott si Huld und Segen us.

O Chind, de bisch so jung und zart,

und wenn di Lebe Gott bewahrt,

und bisch emol dim Vater glich,

so wohnt di Fürst im Himmelrich,

und andere Zite chömme no.

Doch blibt si Geist und Liebi do,

und tröstet wieder treu und mild,

und segnet in sim Ebebild.


Das Gedicht "Der Ehrentag Karl Friedrichs" stammt von   (1760 - 1826).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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