Jez, Fliege, lönt mi all ungheit

und meld si keini wit und breit;

der sehnt jo, aßi d’Zitig lis,

und chöm mer ein’, i triff si gwis.

Gönnt, schaffet au ne halbe Tag

vo Glockeschlag zu Glockeschlag:

was gilt’s, der lueget anderst dri,

und ‘s wird ich nümme gumperig si.

I ha ne schweri Arbet gha;

drum lacht mi jez mi Chrüsli a.

Gang, Jergli, reich e Chäs zum Brot:

‘s schmeckt besser, wenn’s selbanger goht.

Jowol, se hen sie Friede gmacht,

und ‘s het en End mit Chrieg und Schlacht.

Gott Lob und Dank für Mensch und Vieh!

‘s wäre nümme lang z’ prästire gsi.


Das Gedicht "Beim Friedensschluß" stammt von   (1760 - 1826).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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