Z’Müllen an der Post,

Tausigsappermost!

Trinkt me nit e guete Wii!

Goht er nit wie Baumöl ii,

z’Müllen an der Post!

Z’Bürglen uf der Höh,

nai, was cha me seh!

Oh, wie wechsle Berg un Tal,

Land un Wasser überal,

z’Bürglen uf der Höh !

Z’Staufen uf em Märt

henn si, was me gehrt:

Tanz un Wii un Lustberkait,

was airn numme ’s Herz erfreut,

z’Stauf en uf cm Märt !

Z’Fryburg in der Stadt,

suufer isch’s un glatt;

riichi Heere, Geld un Guet,

Jumpfere wie Milch un Bluet,

z’Fryburg in der Stadt.

Wo n i gang un stand,

wär’s e lustig Land.

Aber zaig mer, was de witt,

numme näumis find i nit

in dem schöne Land.

Mynen Auge gfallt

Heerischried im Wald.

Wo n i gang, se denk i dra;

`s chunnt mer nit uf d’Gegnig a,

z’Heerischried im Wald.

Ime chlaine Huus

wandlet ii un uus,

gell, de mainsch, i sag der, wer?

`s isch e Si, es isch kai Er,

ime chlaine Huus.


Das Gedicht "Der Schwarzwälder in Breisgau" stammt von   (1760 - 1826).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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