Deutscher Journalist und Schriftsteller.
Epoche: Realismus / Naturalismus
Eine Liste der besten Gedichte von Hermann Löns. Schöne & berühmte Gedichte sind durch 1-3 Sterne [*] hervorgehoben. Diese Klassifizierung beinhaltet natürlich ein subjektives Urteil. Zudem sind kurze Gedichte durch ein [K] und lange durch ein [L] bzw. [XL] (episch) gekennzeichnet.
A
- Abendlied
- Abschied [***]
- Alle Birken grünen [*]
- Alle Birkenzweige
- April
- Asmus Teufel
- Auf der Gartenbank
- Auf der Lüneburger Heide [***]
- Aus deinen blauen Augen [K]
C
D
- Das Bild des Pharao [L]
- Das bunte Lied [L]
- Das ferne Land
- Das Feuerschiff
- Das Gericht [L]
- Das Glückshäubelein [L]
- Das Mammut [L]
- Das Natternhemd - I. [XL]
- Das Natternhemd - II. [XL]
- Das Osterfeuer [L]
- Das Wichtigste
- Dein Lachen [K]
- Der Bohrturm
- Der böse Vogel
- Der eiserne Flegel
- Der Haidhauer [L]
- Der Hexenbrenner [L]
- Der Rosengarten [**]
- Die schönste Blume [*]
- Die schönste Jagd
E
F
G
H
- Höret [?]
K
M
U
- Über die Heide [***]
V
- Verbotene Liebe [**]
W
Einordnung
Hermann Löns („Heidedichter“) ist vor allem als Heimat- und Naturdichter bekannt. Ebenso wie sein Zeitgenosse, der bayerische Heimatdichter Ludwig Thoma, und der romantische Lyriker Wilhelm Müller zählt er zu den volkstümlichen Dichtern.
Kurze Biografie und wichtigste Werke
Hermann Löns wurde am 29. August 1866 in Kulm geboren, das damals zum Königreich Preußen gehörte. Sein Vater war Lehrer und stammte aus einer Familie, die Wert auf Bildung und Naturverbundenheit legte. Hermann wuchs mit 14 Geschwistern auf. 1867 zog die Familie nach Deutsch-Krone und später nach Münster in Westfalen, wo Löns einen großen Teil seiner Jugend verbrachte.
Schon früh entwickelte er ein ausgeprägtes Interesse an Pflanzen, Tieren und Landschaften. Die Natur war für ihn nicht nur Gegenstand wissenschaftlicher Neugier, sondern auch eine Quelle persönlicher Ruhe und dichterischer Inspiration. Nach dem Abitur begann er 1886 in Münster ein Medizinstudium. Später setzte er seine Studien in Greifswald fort und beschäftigte sich unter anderem mit Naturwissenschaften. Ein abgeschlossenes Studium erlangte er jedoch nicht. Stattdessen wandte er sich zunehmend dem Journalismus und der Schriftstellerei zu.
In den 1890er-Jahren begann Löns seine journalistische Laufbahn. Er arbeitete für verschiedene Zeitungen, unter anderem in Hannover, und schrieb über gesellschaftliche Fragen, Politik, Jagd und Natur. Seine Tätigkeit als Journalist prägte seinen Stil: Er beobachtete genau, schrieb anschaulich und verstand es, auch alltägliche Vorgänge lebendig darzustellen.
Hermann Löns gilt als Heimatschriftsteller und Heidedichter (vgl. Auf der Lüneburger Heide). Er selbst lebte überwiegend als Stadtmensch und Intellektueller. Als Reaktion auf die Verstädterung im Zeitalter der Industrialisierung und der entstehenden Massenkultur hing sein Herz am kargen Sandboden der Lüneburger Heide und ihren Bauern.
Die weiten Heideflächen, knorrigen Wacholderbüsche, Birken, Moore und kleinen Dörfer wurden zu zentralen Motiven seines literarischen Schaffens. Löns beschrieb nicht nur die landschaftliche Schönheit, sondern auch die Tierwelt und die Lebensweise der Menschen, die in dieser Region lebten.
Im Jahr 1893 ging Löns mit der Kellnerin Elisabeth Erbeck (1864–1922) die Ehe ein. Nach fünf Fehlgeburten ließ er sich 1901 von ihr scheiden.
1902 heiratete er in Hannover die Journalistin und Frauenrechtlerin Lisa Hausmann (1871 - 1955). Durch die Heirat erlangte Löns Zutritt zu höheren Gesellschaftskreisen, da sein Schwiegervater Gustav Hausmann ein bekannter Maler mit Kontakten zur Künstlerwelt war. 1906 ging aus der Ehe ein Sohn, der geistig und körperlich behinderte Dettmer (1906 - 1968), hervor.
1909 verliebte sich Löns in Hanna Fueß, eine Cousine seiner Ehefrau. Seinen Vorschlag einer Ménage à trois schlugen beide Frauen aus. Nachdem Löns 1911 von seiner Ehefrau Lisa verlassen worden war, verweigerte er die Zahlung von Alimenten.
Ab 1912 lebte er in Hannover zusammen mit Ernestine Sassenberg (1890–1970). Offiziell war sie seine Haushälterin, wurde jedoch zu seiner Lebensgefährtin. Sassenberg war bereits 1907 in Bückeburg als 17-Jährige bei der Familie Löns als Kindermädchen angestellt gewesen.
Zu seinen bekanntesten Werk zählt der Roman "Der Werwolf" (1910), der während des Dreißigjährigen Krieges spielt - also in einer Zeit von Krieg und Verwüstung. Die Handlung beschreibt eine bäuerliche Gemeinschaft, die sich in einem Partisanenkampf gegen Landstreicher, Marodeure und die schwedische Soldateska. Die Romane "Der letzte Hansbur" (1909), "Dahinten in der Heide" (1910) und "Das zweite Gesicht" (1912) waren ebenfalls in ihrer Entstehungszeit sehr populär. Die Gesamtauflage aller Löns-Bücher wird auf rund 10 Millionen Exemplare geschätzt. Besonders in der Zeit des Nationalsozialismus wurde Löns als Heimatdichter vereinnahmt; nationalistische und völkische Elemente seines Werks boten dafür zahlreiche Anknüpfungspunkte.
Das umfangreiche Oeuvre von Löns umfasst Naturlyrik, Tiergeschichten, Jagderzählungen (vgl. Die schönste Jagd) und historische Romane. Seine besondere Stärke lag in der anschaulichen Beschreibung der Landschaft und der genauen Beobachtung ihrer Bewohner. Er machte die Lüneburger Heide zu einem literarischen Sinnbild der norddeutschen Tiefebene. Sein Werk bleibt ambivalent: einerseits schärfte er das Bewusstsein für die Schönheit und Schutzwürdigkeit der Natur; andererseits zeigen Teile seines Werks die problematischen nationalistischen Vorstellungen seiner Zeit.
Löns Privatleben verlief oft unruhig. Zwei Ehen, berufliche Schwierigkeiten und persönliche Krisen prägten seinen Lebensweg. Als im August 1914 der Erste Weltkrieg begann, meldete sich Löns freiwillig zum Militärdienst. Am 26. September 1914 fiel er bei Loivre in Frankreich, nahe Reims, im Alter von 48 Jahren.
Zur Übersicht der berühmten Dichter, die in dieser Gedichtsammlung vertreten sind. Zudem gibt es eine Liste der schönsten Gedichte dieser Anthologie.
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- Frank Wedekind *
- Detlev von Liliencron **
- Cäsar Flaischlen **
- Clara Müller-Jahnke **
- Otto Erich Hartleben
- Hermann Conradi
Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Die Texte sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.
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