Rose Marie, Rose Marie,

Sieben Jahre mein Herz nach dir schrie,

Rose Marie, Rose Marie,

Aber du hörtest es nie.

 

Jedwede Nacht, jedwede Nacht,

Hat mir im Traume dein Bild zugelacht,

Kam dann der Tag, kam dann der Tag,

Wieder alleine ich lag.

 

Jetzt bin ich alt, jetzt bin ich alt,

Aber mein Herz ist noch immer nicht kalt,

Schläft wohl schon bald, schläft wohl schon bald,

Doch bis zuletzt es noch hallt:

 

Rose Marie, Rose Marie,

Sieben Jahre mein Herz nach dir schrie,

Rose Marie, Rose Marie,

Aber du hörtest es nie.


Das Gedicht "Abendlied" stammt von   (1866 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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