Als ich gestern einsam ging auf der grünen, grünen Heid,
kam ein junger Jägersmann, trug ein grünes, grünes Kleid.
Ja grün ist die Heide, die Heide ist grün,
aber rot sind die Rosen, wenn sie da blüh′n.

Wo die grünen Tannen steh´n, ist so weich das grüne Moos,
und da hat er mich geküsst, und ich saß auf seinem Schoß.
Ja grün ist die Heide, die Heide ist grün,
aber rot sind die Rosen, wenn sie da blüh′n.

Als ich dann nach Hause kam, hat die Mutter mich gefragt,
wo ich war die ganze Zeit, und ich hab es nicht gesagt.
Ja grün ist die Heide, die Heide ist grün,
aber rot sind die Rosen, wenn sie da blüh′n.

Was die grüne Heide weiß, geht die Mutter gar nichts an,
niemand weiß es außer mir und dem grünen Jägersmann.
Ja grün ist die Heide, die Heide ist grün,
aber rot sind die Rosen, wenn sie da blüh′n.

Hinweis: Das Volkslied „Grün ist die Heide“ wurde 1911 von Hermann Löns geschriebenen und 1916 von Karl Blume vertont. Karl Blume (1883 - 1947) war ein deutscher Komponist und Sänger (Bariton).


Das Gedicht "Grün ist die Heide" stammt von   (1866 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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