Es kommt ein Storch geflogen,

Er fliegt wohl hin und her,

Er sucht sich eine Stelle,

Wo gut zu nisten wär.

 

Er fliegt wohl auf und nieder,

Er fliegt wohl ein und aus,

Und hebt wohl an zu bauen

Auf meines Liebchens Haus.

 

Ei, du schwarzweißer Vogel,

Ei, du schwarzweißes Tier,

Warum fliegst du nicht weiter,

Was baust du grade hier?

 

Ade, ihr Junggesellen

Bei Bier und Branntewein,

Es kam ein Storch geflogen,

Geschieden muß es sein.


Das Gedicht "Der böse Vogel" stammt von   (1866 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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