Die Blumen, ja die Blumen,
Die sind so wunderschön,
Aber noch schöner sind Mädchen,
Schöne Mädchen anzusehn.
Schöne Mädchen sind reizend,
Reizend anzusehn,
Aber von allen ist keine,
Wie die eine so schön.
Schön ist sie anzusehen,
Zu küssen noch viel mehr,
Dürfte ich sie nicht küssen,
Würde das Herz mir schwer.
Aber mein Herz ist fröhlich,
Fröhlich ist es sehr,
Denn ich darf sie küssen,
Küssen und noch viel mehr.
Das Gedicht "Die schönste Blume" stammt von Hermann Löns (1866 - 1914).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte