Wie ein Hauch hast du mein Leben gestreift,

Wie ein leiser, lauer Wind,

Eine Liebe, die man kaum begreift,

Die wie ein Traum uns umspinnt.

 

Wie Samt deine Wange, wie Seide dein Haar,

Die Augen vergißmeinnichtmild,

Wie Quellflut im Glase dein Denken so klar,

Ein allzu engelhaft Bild.

 

Ein Rosenschein überfloß dein Gesicht,

Mein Herz schlug ahnungsfroh,

Doch kam es zur Liebesbesinnung nicht,

Ach, damals empfand ich so roh.

 

Ich träumte hinter dem Hauche her!

Was war das, was ist mir geschehn,

Ich sah dich nicht, weißblonde Claire,

Mein rauhes Leben durchwehn ...

 

Eine Liebe war’s, die man kaum begreift,

Die wie ein Traum uns entrinnt, -

Wie ein Hauch hast du mein Leben gestreift,

Wie ein leiser, lauer Wind.


Das Gedicht "Claire" stammt von   (1866 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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