Alle Birken grünen in Moor und Heid,

Jeder Brahmbusch leuchtet wie Gold,

Alle Heidlerchen dudeln vor Fröhlichkeit,

Jeder Birkhahn kullert und tollt.

 

Meine Augen, die gehen wohl hin und her

Auf dem schwarzen, weißflockigen Moor,

Auf dem braunen, grünschäumenden Heidemeer

Und schweben zum Himmel empor.

 

Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölkchen zieht

Wie ein Wollgrasflöckchen so leicht,

Und mein Herz, es singt sein leises Lied,

Das auf zum Himmel steigt.

 

Ein leises Lied, ein stilles Lied

Ein Lied, so fein und lind,

Wie ein Wölkchen, das über die Bläue zieht,

Wie ein Wollgrasflöckchen im Wind.


Das Gedicht "Alle Birken grünen" stammt von   (1866 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte