Geboren in Rastenburg, Ostpreußen, gestorben in Berlin.
Deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus.
Eine Liste der besten Gedichte von Arno Holz. Schöne & berühmte Gedichte sind durch 1-3 Sterne (*) hervorgehoben. Diese Klassifizierung beinhaltet natürlich ein subjektives Urteil.
A
- Abziehendes Gewitter
- An die Conventionellen *
- An die Obern Zehntausend **
- An Neunundneunzig von Hundert!
- Arme Lieder
- Aus weißen Wolken *
C
D
- Die Dichterin/ Fragment aus der...
- Die letzten Zehn
- Die Nacht verrinnt, der Morgen... ***
- Drei kleine Straßen
E
- Ecce homo
- Een Boot is noch buten!
- Ein Andres ***
- Er klagt / daß der Frühling so...
- Erfüllung
- Erste Lerche **
- Es verdreußt ihm!
F
- Frühling *
G
- Großstadtmorgen ***
H
I
- Ich bin der reichste Mann der Welt
- Ihr Dach stieß fast bis an die... ***
- In graues Grün (?)
- In welken Kronen **
J
L
M
N
P
R
S
U
V
W
- Winter **
Einordnung
Arno Holz wurde am 26. April 1863 in Rastenburg in Ostpreußen, dem heutigen Kętrzyn in Polen, als Sohn des Apothekers Hermann Holz (1825–1886) und seiner Gattin Franziska geb. Werner (1833–1920) geboren. Seine Kindheit verbrachte er zunächst in Ostpreußen, 1875 zog die Familie nach Berlin. Die Großstadt, ihre sozialen Gegensätze und die Lebensbedingungen der einfachen Menschen (vgl. Ihr Dach stieß fast bis an die Sterne) prägten sein literarisches Denken stark.
Holz brach eine kaufmännische Ausbildung ab und entschied sich früh für ein Leben als freier Schriftsteller. Dies bedeutete jedoch auch Unsicherheit und finanzielle Probleme, die ihn über viele Jahre begleiteten. In den 1880er-Jahren fand er Anschluss an junge Autorenkreise, die mit der traditionellen, idealisierenden Literatur brechen wollten. Sie forderten eine möglichst genaue, ungeschönte Darstellung der Wirklichkeit. 1885 erhielt er für seinen Gedichtband "Buch der Zeit" den Schiller-Preis.
Gemeinsam mit Johannes Schlaf (1862 - 1941) entwickelte Holz eine neue Form des naturalistischen Schreibens. Ihre Prosaskizzen „Papa Hamlet“ (1889) und das Drama „Die Familie Selicke“ (1890) wurden zu Schlüsselwerken dieser Richtung.
Im Jahr 1893 heiratete Holz Emilie geb. Wittenberg, mit der er 3 Söhne hatte. 1926 ließ er sich von Emilie scheiden und heiratete im selben Jahr Anita geb. Gewelke.
Besonders bekannt wurde Holz durch seine theoretische Formel „Kunst = Natur − x“. Damit meinte er, Kunst solle der Natur, also der Wirklichkeit, so nahe wie möglich kommen; das „x“ stehe für den unvermeidlichen Abstand zwischen Darstellung und Realität. Holz wollte Sprache, Milieu, Dialekt, soziale Lage und psychologische Vorgänge möglichst exakt erfassen. Zugleich war er nicht nur Naturalist, sondern auch ein experimentierfreudiger Sprachkünstler. Er suchte nach neuen Formen des Rhythmus und der Typografie und beeinflusste damit später auch expressionistische und moderne Dichter.
Zu seinen bedeutenden Werken gehört neben den frühen naturalistischen Texten vor allem der Gedichtzyklus „Phantasus“ (1898, 2 Hefte mit je 50 Gedichten), an dem er jahrzehntelang arbeitete und den er immer wieder erweiterte. Die letzte noch von ihm selbst publizierte Fassung von 1924/25 umfasste 1345 Seiten. In diesem Werk verband er Großstadtbilder, Naturimpressionen, Traumvisionen und sprachliche Experimente. Holz verstand sich als Erneuerer der deutschen Dichtung und war überzeugt, seiner Zeit voraus zu sein.
Im Jahr 1894 veröffentlichte Arno Holz das Gedicht "Großstadtmorgen", um die Ambivalenz und das Spannungsfeld zwischen Natur und aufkommender Großstadt darzustellen.
Trotz seiner literarischen Bedeutung blieb ihm der große wirtschaftliche Erfolg weitgehend versagt. Er geriet häufig in Konflikt mit Kritikern, Verlegern und Kollegen und lebte zeitweise in bitterer Armut. Dennoch stand er 1929 zum fünften Mal hintereinander auf der Kandidatenliste für den Literatur-Nobelpreis.
Arno Holz starb nach längerem Leiden in der Nacht zum 26. Oktober 1929 im Alter von 66 Jahren in seiner Schöneberger Wohnung in Berlin. Auf der vor dem Grabstein liegenden Grabplatte steht ein Vers aus seinem Werk Phantasus: „Mein Staub verstob, wie ein Stern strahlt mein Gedächtnis.“
Zur Übersicht der wichtigsten DichterInnen die in dieser Gedichtesammlung vertreten sind.
Gedichte werden der literarischen Gattung der Lyrik zugeordnet und zeichnen sich durch besondere sprachliche Gestaltung aus. Sie sind meist relativ kurz und arbeiten mit Klang, Rhythmus, Bildern und Emotionen.
Das Wort „Dichter” geht auf das lateinische „dictāre“ zurück, was „mit Nachdruck sagen” bedeutet. Das Wort „Poet” hängt ebenso wie „Poesie” mit dem griechischen Verb „poiein“ zusammen, das unter anderem „schaffen” bedeutet.
Wir präsentieren hier eine Sammlung guter Gedichte, Sonette und Balladen des bekannten Dichters Arno Holz. In dieser Liste sind sowohl kurze & lange als auch lustige & nachdenkliche lyrische Werke enthalten.
Gedichte