Was heulst du wie die römische Sibylle

In unsre altarkadische Idylle

Dein dreimal disharmonisches: "Mehr Licht!"?

Schon immer war das Wappenthier der Dichter

Ein Bandwurm und ein Nürenberger Trichter,

Die Garde stirbt, doch sie ergiebt sich nicht!

 

Wenn du durchaus nur säen willst, dann säe!

Wir gönnen dir von Herzen deine Mühn.

Doch wer wird krächzen wie die Nebelkrähe,

So lange lenzroth noch die Rosen blühn?

 

Wir rühren wacker unsern alten Kleister

Im himmelblauen Regenbogenton,

Sagt doch der Jupiter von Weimar schon:

In der Beschränktheit zeigt sich erst der Meister!


Das Gedicht "Die letzten Zehn" stammt von   (1863 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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